Stoffwechselrehabilitation

Erkrankungen verlaufen mit einer bestimmten Geschwindigkeit, immer abhängig von dem Ausmaß der Erkrankung und der eingeleiteten Therapie. In jeder Phase ist eine Erkrankung deshalb auch beeinflussbar: eine Verschlechterung der Erkrankung kann durch eine gezielte Behandlung vermieden werden.

Zielgruppen:

Die Stoffwechselrehabilitation ist geeignet für Patienten mit:

  • Übergewicht
  • Adipositas
  • Fett- und Zuckerstoffwechselstörungen
  • sowie Patienten mit Herz- und Gefäßerkrankungen.

Ziele:
  • Gefäßschutz (Vasoprotektion): Es ist nicht der "Zucker", der den Diabetiker belastet, sondern vielmehr die durch den Zucker verursachten Gefäßveränderungen.
  • Regression: häufig ist es möglich, fortgeschrittene Erkrankungen in leichtere Formen zurückzuführen (z.B. von der Insulintherapie auf Tablettenbehandlung)
  • bessere Lebensqualität

Methoden:

Stoffwechselprofil: Durch gezielte Stoffwechseluntersuchungen wird die Phase, in der sich die Erkrankung befindet, erfasst. Im Vordergrund steht vor allem die Regulation des Zuckerhaushaltes (Insulinsensitivität), die mit unterschiedlichen Methoden analysiert werden kann. Das LDL-Cholesterin gilt als Initiator der Gefäßwandentzündung (= Atherosklerose) und kann mit speziellen Messverfahren in die kleinsten Bestandteile zerlegt werden. Die Menge dieser small-dense-LDL-Partikel definiert die Atherogenität des LDL-Cholesterins, d.h. seine schädigende Wirkung auf die Gefäßwand.

Neben Laboruntersuchungen werden Verfahren zur Messung der Stoffwechselleistung (= Grundumsatz) in Ruhe und unter Belastung eingesetzt.

Gefäßprofil: Die Sonographie der Gefäße steht dabei im Vordergrund. Die Wandbeschaffenheit erlaubt Rückschlüsse auf das Ausmaß der Schädigung an den Gefäßen. Die Fähigkeit der Arterien, sich zu dehnen (Endothelfunktion), bildet ein wesentliches prognostisches Kriterium für Gefäßerkrankungen. Ein Gefäßmapping definiert die Schwere der Atherosklerose. Moderne Messverfahren erlauben es, die Blutdruckregulation und die Dehnbarkeit der Bauchschlagader (Aorta) darzustellen.

Therapie:

Beide Profile, das des Stoffwechsels und das der Gefäße, ergeben ein Gesamtbild, das durch gezielte therapeutische Intervention stabilisiert oder auch gebessert werden kann. Grundlage dieser Therapie sind Veränderungen im Lebensstil, d.h. wir unterstützen den Patienten bei der Ernährungsumstellung und erarbeiten mit dem Patienten einen auf ihn abgestimmten Bewegungsplan.

Unter dem Motto "Weniger ist mehr" werden einfache Veränderungen im Alltag umgesetzt, die einen großen Einfluss auf das Befinden und die Erkrankung haben.

Dauer:

Innerhalb einer Woche werden die Profile erstellt und die Therapiemaßnahmen eingeleitet. Die Weiterbetreuung erfolgt in regelmäßigen Abständen entweder direkt im Zentrum oder indirekt via Telefon oder Mailing. Nach 3 Monaten erfolgt eine Abschlussuntersuchung, in der die Profile erneut erstellt werden und die weitere Therapie an die aktuellen Befunde angepasst wird.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: anmeldung@stoffwechselzentrum.eu